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12.09. 2018 Eine News der Einrichtung: St. Laurentius

MSD Gesundheitspreis 2018

elVi - Die elektronische Visite

Der MSD Gesundheitspreis würdigt und fördert seit 2012  innovative und nachhaltige Versorgungsprojekten, die eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen und/oder ökonomischen Ergebnisqualität gezeigt haben. Er wurde in diesem Jahr bereits zum siebten Mal vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Melanie Huml (bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege).

 

 

Insgesamt 64 Projekte hatten sich für den MSD Gesundheitspreis
2018 beworben. Eine unabhängige und prominent besetzte Jury hat zehn innovative
Versorgungslösungen für den MSD Gesundheitspreis 2018 nominiert und 7 Projekte in den Kategorien: - Lösung von Versorgungsproblemen durch Digitalisierung - Arztnetze/Community Medicine - Verbesserung der konkreten Versorgung auf Ergebnis- und Prozessebene durch Patientenbeteiligung - Medizinische oder organisatorische Breakthrough Innovation/Leuchtturmprojekt davon ausgewählt. 

 

Im Rahmen des 8. MSD Gesundheitsforums erfolgte die Ehrung der 7 Preisträger.

MuM (Medizin und Mehr) gewann den zweiten Preis mit dem Projekt „elVi – Die elektronische Visite

Die elektronische Visite (elVi) ermöglicht die Durchführung von Videosprechstunden und vereinfacht die Kommunikation zwischen Ärzten, Einrichtungen und Bewohnern. Sie zielt darauf ab, die Versorgung von Pflegebedürftigen in Pflegeeinrichtungen zu verbessern und gleichzeitig die Ressourcen der Ärzte und des Pflegepersonals zu schonen. Durch eine Videosprechstunde sollen Heimbewohner schneller und effektiver behandelt werden.

Wir gehören zu den kooperierenden Einrichtungen und derzeit sind 78 Bewohner in das Projekt eingeschrieben. Durch die direkte und schnelle Kommunikation zwischen Pflegekraft und Arzt schafft diese für beide Seiten eine vermehrte Sicherheit. Der Arzt kann die Symptome auf seinem Bildschirm sehen und die Pflegekraft wird angeleitet und bei der Versorgung unterstützt. Durch die Übertragung von Bild und Ton lässt sich der medizinischen Zustand des Patienten besser beurteilen, als dies lediglich durch ein Telefonat möglich wäre.

 

Durch die bessere Einschätzung des Arztes können schneller entsprechende Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden. Ein weiterer Vorteil aus Sicht des Patienten ist, dass sich unnötige und belastende Wartezeiten in den Arztpraxen sowie anstrengende Krankentransporte vermeiden lassen. Die Pflegebedürftigen erhalten durch die virtuelle Visite einen unkomplizierten und raschen Zugang zum Arzt.

Im Notfall kann der Arzt sofort und umgehend den Bewohner in Augenschein nehmen und bei Bedarf auch eine Erst Befundung z.B. für ein EKG durchführen. So kann direkt und ohne Zeitverzögerung eine Behandlung stattfinden.

Die Online-Sprechstunde ist für alle Beteiligten gewinnbringend: für die Pflegebedürftigen, das medizinische Personal, die Heimträger sowie die Kostenträger.

Denkbar ist auch, elVi  in der häuslichen Umgebung einzusetzen. Auch ambulante Pflegedienstleister oder pflegende Angehörige könnten dann die elektronische Visite nutzen und davon profitieren.